Luftfeuchte im Herbst: unter 70 % in der Nacht

Im Herbst ist die Luft draußen kühl und feucht. Was die Abluft ins Zelt nachzieht, bringt diese Feuchte mit. Ab 85 % Luftfeuchte kann Grauschimmel befallen, deshalb hältst du nachts unter 70 %.

Zielwerte je Phase

Phase Luftfeuchte tagsüber Nachts höchstens
Anzucht, erste 2 Wochen 65–75 % 75 %
Wachstum 55–65 % 70 %
Späte Phase, dichter Bestand 40–50 % 60 %

Die Werte gelten bei 22–26 °C. Wie Temperatur und Feuchte zusammenspielen, zeigt die VPD-Tabelle beim Min-Max-Hygrometer.

In dieser Reihenfolge vorgehen

  1. Messen: Min-Max-Hygrometer auf Pflanzenhöhe, morgens ablesen.
  2. Umluft: Clip-Ventilator auch nachts laufen lassen. Bewegte Luft zwischen den Blättern trocknet schneller ab.
  3. Nach dem Gießen: Die Abluft 2–3 Stunden eine Stufe höher drehen. Dann ist die Feuchte im Zelt am höchsten.
  4. Morgens gießen, nicht abends. So verdunstet das meiste Wasser, solange das Licht an ist.
  5. Lücken schaffen: Untere Blätter, die kein Licht bekommen, entfernen. Ein dichter Bestand hält Feuchte wie ein Schwamm.
  6. Erst dann ein Entfeuchter, wenn alles andere nicht reicht.

Peltier oder Kompressor?

Kleine Peltier-Entfeuchter ziehen etwa 0,25–0,5 Liter am Tag aus der Luft. Das reicht für einen Schrank, aber selten für ein Zelt mit mehreren Pflanzen. Ein Kompressor-Entfeuchter schafft 10–20 Liter am Tag. Er gehört in den Raum vor dem Zelt, nicht ins Zelt, damit die Abluft trockene Luft nachzieht. Unter 15 °C Raumtemperatur arbeiten viele Kompressor-Geräte schlechter, dann ist ein Gerät mit Abtau-Funktion die bessere Wahl.

Für wen das nichts ist: Liegt deine Feuchte nachts schon unter 65 %, musst du nichts ändern.

Begriff unklar? Im Glossar steht er in drei Sätzen.

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Stand: 04.10.2026

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