Glossar: 25 Begriffe kurz erklärt

25 Begriffe, die dir beim Growen ständig begegnen. Jeder in zwei, drei Sätzen und mit einer Zahl, die du dir merken kannst.

Ablaufwasser
Das Wasser, das beim Gießen unten aus dem Topf läuft. Miss darin pH und EC: Ist der EC deutlich höher als im Gießwasser, sammelt sich Salz im Topf. Lass beim Gießen etwa 10–20 % ablaufen. Mehr dazu
Abluft
Ein Rohrventilator zieht die warme, feuchte Luft aus dem Zelt. Faustregel: Das Zeltvolumen einmal pro Minute tauschen. Ein Zelt mit 80 × 80 × 180 cm hat 1,15 m³, also rund 70 m³/h plus Reserve für Filter und Schlauch. Mehr dazu
Aktivkohlefilter
Sitzt vor dem Abluft-Lüfter und bindet Gerüche. Er muss zum Rohrdurchmesser und zur Luftleistung passen. Je nach Laufzeit hält er etwa 9–12 Monate. Mehr dazu
Blähton
Gebrannte Tonkugeln für Hydro und als Drainage unten im Topf. Sie halten kaum Nährstoffe fest, du steuerst alles über das Gießwasser. Spül ihn vor dem ersten Einsatz einmal durch. Mehr dazu
CalMag
Ein Zusatz mit Calcium und Magnesium. Du brauchst ihn vor allem bei Kokos und Osmosewasser. Berliner Leitungswasser bringt schon viel Calcium mit, da reicht oft weniger. Mehr dazu
EC
Die elektrische Leitfähigkeit, gemessen in mS/cm. Sie zeigt, wie viel gelöstes Salz und damit Dünger im Wasser ist. Berliner Leitungswasser hat schon rund 0,8 mS/cm, bevor Dünger drin ist. Mehr dazu
Eichlösung
Eine Flüssigkeit mit genau bekanntem Wert, zum Prüfen und Kalibrieren. Für pH nimmst du pH 7 und pH 4, für EC zum Beispiel 1,413 oder 2,77 mS/cm. Füll nur einen Schluck ab und schütte ihn danach weg. Mehr dazu
Grauschimmel
Ein Pilz, der bei hoher Luftfeuchte und wenig Luftbewegung entsteht. Er kann ab 85 % Luftfeuchte befallen, am schnellsten bei über 90 % und 10–20 °C. Umluft und Abluft halten ihn fern.
KCl-Lösung
Kaliumchlorid-Lösung für die Schutzkappe der pH-Elektrode. Ein paar Tropfen halten die Spitze feucht. Eine Flasche mit 300 ml reicht über ein Jahr. Mehr dazu
Kokos
Ein Substrat aus Kokosfasern, locker und luftig. Es bringt fast keine Nährstoffe mit, du düngst von Anfang an und misst dabei pH und EC. Der pH soll bei 5,5–6,5 liegen.
Lichtzyklus
Wie viele Stunden das Licht an und aus ist. Viele Pflanzen wachsen bei 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkel. Eine Zeitschaltuhr hält den Takt jeden Tag gleich.
Luftfeuchte
Die relative Luftfeuchte in Prozent. Sie steigt nach dem Gießen und wenn das Licht ausgeht. Ein Min-Max-Hygrometer zeigt dir morgens, wie hoch sie in der Nacht war.
Mykorrhiza
Pilze, die mit den Wurzeln zusammenleben und ihnen beim Aufnehmen von Wasser und Nährstoffen helfen. Du streust sie beim Umtopfen direkt an die Wurzeln. Bei Bio-Erde und Kokos kannst du sie gleich gut einsetzen.
NPK
Die drei Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Auf der Flasche stehen sie als drei Zahlen in Prozent, zum Beispiel 4-3-6. Stickstoff braucht die Pflanze vor allem im Wachstum.
Osmosewasser
Wasser, aus dem eine Umkehrosmose-Anlage fast alle Salze herausgefiltert hat. Sein EC liegt nahe 0. Du musst Calcium und Magnesium dann selbst zugeben. Mehr dazu
Perlite
Weiße, leichte Kügelchen aus aufgeblähtem Vulkangestein. Sie lockern Erde auf, so dass mehr Luft an die Wurzeln kommt. Üblich sind 10–30 % Anteil in der Erde.
pH-Wert
Zeigt, wie sauer oder basisch das Wasser ist, auf einer Skala von 0 bis 14. Liegt er daneben, kommt die Pflanze nicht an Nährstoffe, die eigentlich da sind. Erde: pH 6,0–7,0, Kokos und Hydro: pH 5,5–6,5. Mehr dazu
Rohrventilator
Der Lüfter für die Abluft, angegeben nach Rohrdurchmesser und Luftleistung. Gängig sind 100, 125 und 150 mm. Mit Filter und Schlauch schafft er im Zelt oft nur 60–70 % seiner Angabe. Mehr dazu
Salztest
So prüfst du ein Hygrometer: Feuchtes Kochsalz und das Gerät 8–12 Stunden in eine dichte Dose. Danach muss es etwa 75 % zeigen. Die Abweichung rechnest du ab dann dazu. Mehr dazu
Seilratsche
Ein Flaschenzug mit Seil, an dem die Lampe hängt. So stellst du die Höhe in Sekunden ein, ohne Werkzeug. Ein Paar trägt je nach Modell bis 64 kg.
Taupunkt
Die Temperatur, ab der Feuchtigkeit aus der Luft kondensiert. Bei 20 °C und 60 % Luftfeuchte liegt er bei 12 °C. Jede kältere Fläche, etwa eine Außenwand, wird dann nass.
Umluft
Ein Ventilator im Zelt, der die Luft zwischen den Blättern bewegt. So staut sich dort keine Feuchtigkeit. Bis 80 × 80 cm reicht ein Clip-Ventilator, ab 100 × 100 cm nimmst du zwei.
Unterdruck
Die Abluft zieht mehr Luft heraus, als nachströmt. Die Zeltwände wölben sich dann leicht nach innen, und Gerüche bleiben drin. Die Zuluft-Öffnungen sollten zusammen etwa 2–3-mal so groß sein wie das Abluftrohr. Mehr dazu
VPD
Das Dampfdruckdefizit, in kPa. Es fasst Temperatur und Luftfeuchte in einer Zahl zusammen und zeigt, wie stark die Pflanze Wasser verdunstet. Viele Pflanzen fühlen sich zwischen 0,8 und 1,2 kPa wohl.
Zeitschaltuhr
Schaltet Licht oder Lüfter jeden Tag zur selben Zeit. Für die Lampe sollte sie 16 A vertragen. Bei der Zeitumstellung stellst du mechanische Uhren von Hand um.

Ein Begriff fehlt? Schreib uns, dann kommt er dazu.

Stand: 04.10.2026

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